18. Deutscher Lebertag am 20. November 2017

15. Deutscher Lebertag – Lebererkrankungen können jeden treffen

Lebererkrankungen können jeden treffen – unabhängig von Alter, Herkunft oder Lebensweise. Der 15. Deutsche Lebertag will unter diesem Motto mit dem Vorurteil aufräumen, Lebererkrankungen seien „selbst verschuldete Krankheiten“ und ganz gezielt darauf aufmerksam machen, dass Lebererkrankungen viel häufiger sind als vermutet.

Viele Lebererkrankungen bleiben lange ohne spezifische Beschwerden, daher ist die Dunkelziffer enorm hoch. Allein an chronischer Hepatitis B und Hepatitis C sind etwa 1 Million Menschen in Deutschland erkrankt – die meisten, ohne es zu wissen. Hinzu kommen Autoimmunerkrankungen und Fettlebererkrankungen, die insbesondere in den westlichen Industrienationen rasant zunehmen. Schätzungsweise 20% der deutschen Bevölkerung leiden unter Fetteinlagerungen der Leber. Bedrohlich werden Fettlebererkrankungen, die mit einer Leberentzündung einhergehen. Wie bei anderen chronischen Leberkrankheiten auch, kommt es durch die andauernde Entzündung zu einer Vernarbung der Leber. Wird dieser Prozess nicht gestoppt, drohen Spätfolgen wie Leberzirrhose oder auch Leberkrebs.

Der schleichende Krankheitsverlauf ist es, der Lebererkrankungen so tückisch macht. Ernste Beschwerden treten oft erst im späten Krankheitsverlauf auf. Umso wichtiger ist es, auf die eigene Lebergesundheit zu achten. Vermeidung von Übergewicht und zuviel Alkohol gehören ebenso dazu, wie eine Kontrolle der Leberwerte durch den Hausarzt. Denn Lebererkrankungen können jeden treffen und erhöhte Leberwerte sind oft das erste Anzeichen. Früh erkannt sind die meisten Lebererkrankungen heute gut behandelbar. Eine frühe Diagnose lohnt sich!

Deutsche Leberhilfe e.V. (für die Ausrichter des Deutschen Lebertages)